Ein toller Artikel über Bioresonanz!..unbedingt lesenswert

Undercover Naturheilkunde: Hilft Bioresonanz wirklich?
Christine Rütlisberger

Vor vielen Monaten traf ich am Rande eines Medizinerkongresses, zu dem ein großer Pharmakonzern eingeladen hatte, einen Schulmediziner, der Erstaunliches berichtete: Etwa 70 Prozent jener Patienten, denen er mit schulmedizinischen Mitteln nicht helfen konnte, sprachen auf Bioresonanz an.

Ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen. Wir standen an einem jener Stehtische, die in den Pausen wohl eine gelöste Stimmung wie bei einer Cocktailparty schaffen sollten. Und da sprach einer jener Schulmediziner, der vor wenigen Minuten noch im Saal eine Rede über die angeblich so großartigen Langzeiterfolge mit einem bekannten Arzneimittel gehalten hatte, von »Bioresonanz«. Nach meiner Erinnerung stand »Bioresonanz« doch völlig im Widerspruch zur Schulmedizin, war eine Art Scharlatanerie und irgendwie obskur.

Zumindest hatte ich das so abgespeichert. Auch der Schulmediziner, der in der Nähe von Gießen praktiziert, hob im Gespräch deutlich hervor, dass er sich die Ergebnisse mit seinem Verstand nicht wirklich erklären könne. Es sei aber eine Tatsache, dass Patienten, die über chronische Schmerzen, Migräne, Allergien oder andere Krankheiten in seiner Praxis geklagt und mit schulmedizinischen Präparaten nicht erfolgreich therapiert werden konnten, in vielen Fällen auf »Bioresonanz« angesprochen hätten. Ich fand das ziemlich abstrus. Aber es beschäftigte mich seither. Und ich wollte wissen, ob es andere Schulmediziner gibt, die Bioresonanz oder andere natürliche Heilmethoden anbieten – und damit tatsächlich Erfolge haben.

Die erste Suche bei Wikipedia schien meine damalige Meinung zu bestätigen: Da las ich etwas von Placeboeffekt. Ich wollte mich geistig schon von der weiteren Recherche verabschieden, gab aber noch einmal ein paar Stichworte bei Google ein – und erschrak: Wahre Massen von Schulmedizinern bieten Behandlungen mit Bioresonanz an oder berichten darüber. Waren das etwa alles »Placeboeffekte«? Bei der gigantischen Zahl von Treffern wohl eher nicht. Ich beschloss, die Wahrheit zu erkunden.

Ich wollte wissen: Wie funktioniert Bioresonanz eigentlich? Die grundsätzliche Antwort nach meinen ersten Recherchen:

Bioresonanzgeräte werden über Elektroden mit mindestens zwei Stellen der Haut des Patienten in Verbindung gebracht. Der Patient hält etwa in jeder Hand eine Elektrode. Diese messen den Hautwiderstand. Die Hersteller gehen davon aus, dass es körpereigene elektrische Signale gibt, die man an der Haut messen kann. Krankheiten und Fehlfunktionen würden durch veränderte elektromagnetische Schwingungen (Frequenzen) erkennbar oder hervorgerufen. Man könne die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen dann aufheben und damit den Körper des Patienten entlasten. Tatsache ist: Es gibt im menschlichen Körper elektromagnetische Felder, die auch mit den Methoden der modernen Medizin messbar sind. Das EKG ist in Hinblick auf den Herzmuskel ebenso wissenschaftlich anerkannt wie das EEG für die elektrische Aktivität des Gehirns.

Und dann erkundete ich, was Journalisten über »Bioresonanz« berichteten. Schließlich musste ich meine negative Meinung darüber ja in der Vergangenheit irgendwo her bezogen haben. Der Spiegel, den ich früher viel gelesen hatte, nannte Bioresonanz »Kokolores« und reihte sie in medizinischen Unsinn ein. Überall – bis hin zur Süddeutschen Zeitung – fand ich viele negative Berichte über Bioresonanz. Jetzt wusste ich, woher meine Einstellung zur Bioresonanz stammte. Aus den Medien. Erstaunlicherweise hatte offenbar nicht einer der Journalisten, die da so negativ berichteten, die Bioresonanz selbst getestet.

Doch halt: Veronica Carstens, die 2012 verstorbene Ärztin und Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten, lobte auf Ärztekongressen die Bioresonanztherapie. Und das renommierte Handelsblatt berichtete 2011 darüber, wie ein deutscher Wasserballer nach einer schweren Schulterverletzung nicht mit der Schulmedizin, sondern mit Bioresonanz wieder für die WM-Teilnahme fit gemacht wurde. Im Text heißt es: »Seine Behandlung mit Akupunktur, Bioresonanz und Heilkräutern hatte Erfolg: ›Florian konnte den Arm danach schon wieder bewegen.‹«

Es gab also, wenn ich nur in Ruhe suchte, eben auch seriöse positive Berichte über Bioresonanz. Zudem gab es wissenschaftliche Studien, welche die Wirkung von Bioresonanz bestätigen. Dennoch hatte ich früher wohl nur die negativen Berichte über Bioresonanz abgespeichert.

Wohl auch, weil ich sie in Zusammenhang mit »Placebo« abgespeichert hatte. Es gibt heute mehrere Hersteller von Bioresonanzgeräten. Einer davon ist die im Sauerland ansässige Rayonex, die seit 30 Jahren Schwingungstechnik nach Paul Schmidt anbietet. Professor Dietmar Heimes, der das Unternehmen heute führt, hat ein interessantes Buch über Bioresonanz geschrieben. Er versucht darin, Skeptikern Nutzen und Funktionsweise der Bioresonanz zu erklären.

Klar ist, dass es viele Verfahren der Alternativmedizin gibt, welche von der Schulmedizin bis heute nicht wirklich anerkannt werden. Dazu gehören Gold, Weihrauch und Myrrhe ebenso wie Superfoods oder die Heilkraft der Kokosnuss. Man kann die Selbstheilungskräfte offenkundig auch außerhalb der Schulmedizin aktivieren. Ich beschloss also, die Bioresonanz einmal einem Test zu unterziehen. Bei Professor Dietmar Heimes konnte ich vieles nachlesen. Sein Büro ist in den Sauerland-Pyramiden:

Wer die Sauerland-Pyramiden besucht, der macht zuvor auf der Fahrt eine erstaunliche Entdeckung: Die offiziellen Ortsschilder von Lennestadt-Meggen am Ortseingang haben als Hintergrund Pyramiden. Die Meggener sind offenkundig stolz auf »Ihre« Pyramiden und identifizieren sich damit. Und wenn man beim Bäcker, beim Metzger oder in Gaststätten nach Dietmar Heimes, Rayonex oder den Sauerland-Pyramiden fragt, dann bekommt man nur positive Antworten.

Das kann auch kaum verwundern. Denn das bei Schulmedizinern nicht eben beliebte Unternehmen Rayonex zieht wahre Besucherströme aus der ganzen Welt an. Die Produkte – vor allem wartungsfreie wie Mini-Rayonex oder Elo-Rayex − sind inzwischen weltweit begehrt. Und sie werden weltweit getestet. Während deutsche Schulmediziner weiterhin skeptisch sind, haben die Chinesen erstaunliche Erfahrungen gemacht: Sie wollten an Universitäten in sechs Monate währenden Versuchsreihen bei Patienten mit verengter Halsschlagader (Arteriosklerose) testen, ob Bioresonanzgeräte, die auf Schwingungstechnik basieren, möglicherweise eine Verbesserung bewirken können. Die Versuche mussten allerdings nach drei Monaten abgebrochen werden. Nein, nicht weil die Geräte keinen Erfolg zeigten, sondern weil nicht einer der chinesischen Patienten mehr Arteriosklerose hatte.

Nun haben die chinesischen Patienten ja möglicherweise heimlich noch andere traditionelle chinesische Heilkräuter oder Tinkturen ihrer Vorfahren eingenommen. Ich war weiterhin skeptisch. Und ich beschloss, die Bioresonanz einfach selbst zu testen. Aber nicht an mir…

Wir haben einen Hund, einen Dobermann-Mischling. Der ist unbestechlich und lässt sich von Studien zu angeblichen Wirkungen oder Nichtwirkungen von irgendwelchen Anwendungen nicht beeindrucken. Er hat eine Hautpilzerkrankung – Malassezien −, welche nicht nur lästig ist, sondern bislang von keinem Tierarzt aus der Schulmedizin auch nur annähernd erfolgreich behandelt werden konnte. Die Arztbesuche, Untersuchungen und Medikamente hatten viel Geld gekostet, aber nichts gebracht. Der Hund verlor mehr und mehr Haare und leckte sich überall blutig. Professor Dietmar Heimes hat mir – testweise – ein Bioresonanzgerät zur Verfügung gestellt. Ich selbst habe nicht an einen Erfolg bei unserem Hund geglaubt. Und unser Dobermann-Mischling zeigte sich zunächst völlig unbeeindruckt von den elektromagnetischen Feldern.

Wir hatten alle schulmedizinischen Präparate beim Hund abgesetzt. Ansonsten haben wir nichts verändert – bis auf die regelmäßigen Behandlungen mit einem Spezialprogramm des Bioresonanzgerätes. Nach wenigen Wochen regelmäßiger Behandlungen, die wir tapfer durchgehalten haben, geschah dann das Unglaubliche: Hautrötung und Juckreiz, wegen denen sich der Hund ständig blutig gekratzt und geleckt hatte (wir gaben ihm kein Kortison), ließen nach. Und inzwischen ist das Gleichgewicht der natürlichen Hautflora wieder soweit hergestellt, dass die ersten Haare nachgewachsen sind.

Ein Hund, den die Schulmedizin komplett austherapiert hat, wo alle Fachleute überfordert waren, der wurde während der Behandlung mit Bioresonanz wieder gesund. Wir können uns das nicht erklären. Professor Dietmar Heimes von der Firma Rayonex hat den Hund nie gesehen, auch seine Mitarbeiter nicht. Bislang war ich, das habe ich geschildert, skeptisch gegenüber Bioresonanz. Heute bin ich davon überzeugt, dass es für viele Menschen auch außerhalb der Schulmedizin Wege gibt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen. Und ich verstehe jetzt den bekannten Schulmediziner, der auf einem Kongress sagte, etwa 70 Prozent jener Patienten, denen er mit schulmedizinischen Mitteln nicht helfen konnte, sprachen auf Bioresonanz an. Ich weiß jetzt zwar immer noch nicht, warum das so ist, aber ich verstehe und akzeptiere es und bin seither auch für Bioresonanz offen.

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